Was sind die häufigsten Gründe für DSGVO-Bußgelder?

Aus der Praxis der Aufsichtsbehörden lassen sich die häufigsten Beanstandungen und Bußgeldgründe identifizieren.

Die Top-Verstoßgründe:

  1. Fehlende oder unzureichende Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO): Verarbeitung personenbezogener Daten ohne gültige Rechtsgrundlage - etwa ohne wirksame Einwilligung oder ohne berechtigtes Interesse.

  2. Verstöße gegen Transparenz- und Informationspflichten (Art. 12-14 DSGVO): Fehlende, unvollständige oder unverständliche Datenschutzerklärungen.

  3. Verletzung der Betroffenenrechte (Art. 15-22 DSGVO): Nichtbeantwortung oder verspätete Beantwortung von Auskunftsanfragen, Verweigerung der Löschung.

  4. Unzureichende technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO): Mangelhafte IT-Sicherheit, fehlende Verschlüßelung, unzureichender Zugriffsschutz.

  5. Verstöße gegen die Meldepflicht bei Datenpannen (Art. 33 DSGVO): Verspätete oder unterlassene Meldung von Datenschutzverletzungen.

  6. Unrechtmäßige Videoueberwachung: Überwachung ohne Rechtsgrundlage, fehlende Hinweisbeschilderung, exzessive Speicherdauer.

  7. Unrechtmäßige Übermittlung in Drittländer (Art. 44-49 DSGVO): Insbesondere Datentransfers in die USA ohne geeignete Garantien.

  8. Fehlender oder mangelhafter Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO): Auslagerung an Dienstleister ohne ordnungsgemäßen AVV.

  9. Unrechtmäßige Verarbeitung von Beschäftigtendaten: Überwachung am Arbeitsplatz ohne Rechtsgrundlage, Erfassung privater Lebensumstände.

  10. Cookie-Verstöße (Paragraph 25 TDDDG): Setzen von Tracking-Cookies ohne Einwilligung, manipulative Cookie-Banner (Dark Patterns).

Quellen

Art. 83 DSGVOTätigkeitsberichte der deutschen AufsichtsbehördenDSK-Kurzpapier Nr. 2

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